Roadtrip Dolomiten & Venedig ft. Roadsurfer – Natalie Merkel

Bevor ich anfange: Wow, was fĂŒr eine Reise! Danke roadsurfer! 🚎

Hallo đŸ™‹đŸŒâ€â™€ïž
im September haben mein Freund und ich einen Roadtrip mit einem Bulli von roadsurfer gemacht, dabei haben wir in 8 Tagen ca. 2500km zurĂŒckgelegt.

Unsere Route fĂŒhrte uns an den Bodensee, nach Innsbruck, an den Toblacher See, zu den Drei Zinnen, nach Belluno und Venedig.
In diesem Beitrag werde ich euch alles ĂŒber die Planung der Reise, den Camper, meine Erfahrungen mit roadsurfer erzĂ€hlen, euch die Kostenaufstellung und tolle Urlaubsbilder zeigen. ❀

Die Planung

First of all haben wir uns ĂŒber verschiedene Vermietungen informiert. Aufgrund der guten Bewertungen haben wir uns fĂŒr roadsurfer entschieden und dort den Camper gemietet. Wir fingen an eine Liste mit den Orten die wir unbedingt sehen wollten zu erstellen. Dank google Maps war es super easy die Ziele der Route hinzuzufĂŒgen und der Reihe nach zu verschieben. 😊 
Oh Gott, dann fing es an… ich habe gefĂŒhlt 1000 BeitrĂ€ge ĂŒber die “Must-Haves” beim Camperurlaub gelesen. Mich ĂŒbers Wildcampen informiert. Mit Hilfe einer Karte Wanderrouten rausgesucht und erstellt. Mir Gedanken ĂŒber einfache, aber leckere Gerichte zu machen. Falls ihr einen Beitrag zu meiner Packliste oder simplen Gerichten haben möchtet, just tell me 😉
Ich habe fĂŒr alles mögliche Listen erstellt. Welche Kleidung brauche ich? Was gehört in die Reiseapotheke? Welche Spiele können wir zu zweit spielen? 

Die Route

Gestartet sind wir in Dormagen, denn dort haben wir unseren roadsurfer abgeholt. Am Abholtag fuhren wir nach Meersburg, dort haben wir auf einem Parkplatz mit Blick auf den Bodensee ĂŒbernachtet und gefrĂŒhstĂŒckt.

Nach dem FrĂŒhstĂŒck ging es dann weiter nach Innsbruck, da der Bulli gerade mal 1,99m hoch ist hatten wir kein Problem einen Parkplatz zu finden, wir sind einfach in ein Parkhaus gefahren. Innsbruck ist modern und traditionell zugleich und von der Hungerburg hat man einen unverbauten Blick auf das Stadtpanorama.

Innsbruck

Wirklich eine tolle Stadt mit gut erhaltener und gepflegter Altstadt und definitiv einen Besuch wert. Gegen Abend haben wir uns spontan entschieden bereits Richtung Toblacher See in SĂŒd Tirol zu starten. Das ist mitunter fĂŒr mich der grĂ¶ĂŸte Vorteil eines Campers, stay as long as you want, where you want.

Ich empfehle euch lieber Maut zu zahlen und die Autobahn zu nehmen, wir sind so viele Serpentinen gefahren, im dunkeln macht das echt keinen Spaß und die Landschaft sieht man auch nicht.  Angekommen am Toblacher See hatten wir bereits 22:00 Uhr, somit war es zu spĂ€t auf einen Campingplatz zu fahren weshalb wir uns einen abgelegen Platz suchten und dort unser Nachtlager aufschlugen. Morgens verschlug es mir dann den Atem, inmitten dieser Umgebung mit den Bergen und der aufgehenden Sonne aufzuwachen ist einfach unbeschreiblich. Als wir etwas gegessen hatten, machten wir uns auf zum Campingplatz direkt am Toblacher See. Wir hatten GlĂŒck und konnten uns unter den freien PlĂ€tzen einen aussuchen. Gebucht haben wir den Platz fĂŒr 2 Tage, an Tag eins machten wir uns zu Fuß auf Erkundungstour und wurden nicht enttĂ€uscht. BergflĂŒsse haben wirklich was magisches und beruhigendes an sich.

Am nĂ€chsten Morgen machten wir unser FrĂŒhstĂŒck und fuhren danach zu den Drei Zinnen. Die Fahrt hoch auf den Parkplatz bei der Auronzo HĂŒtte kostet fĂŒr 24 Stunden stolze 30.-€! Wenn Du also sparen möchtest suchst Du dir am besten irgendwo einen Parkplatz und wanderst hoch. Der Weg mit dem Bulli hoch war ein TrĂ€umchen, so viele tolle Berge und das soweit das Auge reicht. Oben angekommen sind wir los gewandert, immerhin wollten wir auch was sehen und jeder Höhenmeter hat sich gelohnt. Die Aussicht ist super schön #UNESCOWORLDHERITAGE . Im Nachhinein haben wir uns total geĂ€rgert das wir den Campingplatz fĂŒr 2 Tage gebucht haben, denn das Ticket gilt wirklich fĂŒr 24 Stunden, Du hast also die Möglichkeit dort oben zu schlafen. Genau das haben wir am nĂ€chsten Tag gemacht. Auf dem Campingplatz haben wir morgens schnell geduscht und sind erneut hoch auf die Drei Zinnen. Ich habe den ganzen Tag gechillt und gelesen, Tobias ist noch einmal los gewandert. Abends habe ich dann den krassesten Sonnenuntergang meines Lebens gesehen und morgens einen Sonnenaufgang allerfeinsten.

Da wir noch andere Ziele geplant hatten, haben wir nach dem FrĂŒhstĂŒck unser Lager abgebaut.

Die Route von den Drei Zinnen nach Pescul/ Belluno ist wirklich super schön, ĂŒberall sind tolle Kulissen, eine schöner als die andere. In Pescul habe ich meine erste richtige italienische Pizza gegessen, die war so unglaublich lecker. GestĂ€rkt ging es dann hoch auf den Monte Fertazza, 600 Höhenmeter auf ca 4 km, und ich dachte die Wanderung um die Drei Zinnen war anstrengend… Von oben hatten wir freie Aussicht auf den Monte Civetta.

An dem Abend haben wir zum ersten Mal die Außendusche benutzt und nach einer StĂ€rkung fuhren wir Richtung Venedig. Als wir irgendwann zu mĂŒde wurden haben wir einen Schlafplatz gesucht und sind am nĂ€chsten Morgen weiter. Geparkt haben wir in Mestre, einem nördlichen Stadtteil von Venedig. Zum einen ist das Parken dort deutlich gĂŒnstiger und mit der Bahn brauchst Du nur 10 Minuten in die Stadt. Venedig hat eine tolle Geschichte und Architektur, leider war es total ĂŒberlaufen sodass wir uns nach ca. 4 Stunden, ĂŒber 20.000 Schritten und einem Eis, wieder auf den Weg zum roadsurfer machten. Von da aus steuerten wir erneut den Bodensee an, irgendwann hielten wir auf einem Waldweg und bauten unser nĂ€chtliches Lager auf. Am Bodensee angekommen statteten wir der Familie meines Freundes einen Besuch ab und machten uns danach (leider) wieder auf den Heimweg.

Roadsurfer in Meersburg
Der Camper

Nach der tollen Beratung von roadsurfer entschieden wir uns fĂŒr die Surfer Suite, einen VW T6 California Ocean mit einem Aufstelldach 😍 Ich mein mal ehrlich, wie geil ist das denn bitte?! Du zeltest auf einem Auto!

Obwohl der Camper deutlich grĂ¶ĂŸer als ein “normales” Auto ist, darfst Du ihn mit FĂŒhrerscheinklasse B fahren.  Modern ausgestattet mit Automatik und Tempomat, gepaart mit den gemĂŒtlichen Sitzen und guter Musik ist der VW perfekt ausgestattet fĂŒr lange Fahrten. Der roadsurfer Camper lĂ€sst sich super easy fahren, auch wenn Du noch nie zuvor ein grĂ¶ĂŸeres Auto gefahren bist. 

Bei der Abholung bekommst Du eine Einweisung in die Bedienung und Nutzung aller Features, wie man das Auftelldach aus- und einfĂ€hrt, der Gasherd funktioniert, Wassertank gefĂŒllt wird, was bei der Markise zu beachten ist und, und, und. Die Videos sind zudem alle auf der Homepage zu sehen und solltest Du mal nicht klar kommen steht dir der Kundenservice von roadsurfer zur VerfĂŒgung. Wir waren aber schnell mit allem vertraut.

Die Surfer Suite ist fĂŒr 4 Personen ausgelegt, was meiner Meinung nach aber sehr eng werden könnte. FĂŒr zwei ist er perfekt. GrundsĂ€tzlich können 2 Personen im Aufstelldach und 2 Personen unten schlafen (was jede Menge hin und her rĂ€umen mit sich bringt). Einfacher und auch wirklich kuschelig ist es, wenn Du das Aufstelldach ausfĂ€hrst und es dir oben gemĂŒtlich machst. Was mich total ĂŒberrascht hat ist, wie gut wir oben geschlafen haben. Ehrlich gesagt dachte ich es wĂŒrde total hart sein, aber das ist es gar nicht -Denn oben ist eine Matratze mit Lattenrost. Zum Teil waren es nachts 4 Grad, gefroren haben wir nie. Allerdings war es morgens unten ziemlich kalt, dann haben wir einfach kurz die Standheizung (die betrieen ist) eingeschaltet und innerhalb weniger Minuten war es angenehm warm.

Jeden Morgen haben wir mit dem Espressokocher Kaffee und Cappuccino gekocht dazu Eier gebraten und lecker gefrĂŒhstĂŒckt. Die Aussicht war dabei immer atemberaubend. Mittags gab es eine Kleinigkeit und abends haben wir lecker gekocht. Den Wassertank mussten wir drei Mal auffĂŒllen (40 l), es ist wirklich krass wie viel Wasser man so verbraucht, auch wenn wir die Außendusche nur selten benutzt haben. GlĂŒcklicherweise hielt die Gasflasche die ganze Reise, ich wĂ€re wahrscheinlich auch dezent ĂŒberfordert gewesen wo und wie ich eine Neue bekomme 😀

 

Die Ausstattung lĂ€sst keine WĂŒnsche offen:

– 150 PS Diesel / DSG Automatik
– LĂ€nge 5m | Breite 2,3m (mit Außenspiegel) | Höhe 1,99m
– ACC – Autom. Distanzregelung
– Original VW NavigationsgerĂ€t
– RĂŒckfahrkamera und Park Pilotsystem vorne / hinten
– Außendusche
– Markise
– 3 Zonen Klimaautomatik
– Original VW Luftstandheizung
– Car Net App Connect – Schnittstelle fĂŒr Handy Navigation
– Tempomat
– Komplett-KĂŒchenzeile
– Zahlreiche Stauraumklappen
Verdunklungs-Rollos
– MP3-fĂ€higes Autoradio
– ISOFIX System fĂŒr Kinderautositze
– Notfall-AusrĂŒstung
– Zwei gute CampingstĂŒhle
– Campingtisch
– KĂŒchen-Box Inklusive Campingtöpfe und -pfanne, Espresskocher, Becher & GlĂ€ser, Teller und SchĂŒsselm, Besteck, Kochbesteck, SalatschĂŒssel, Korkenzieher, scharfes Messer, SpĂŒlschĂŒssel.
– Stromanschluss und 2. Camping-Batterie
– Doppelverglasung
– Multifunktions-Lenkrad (Leder)
– Ganzjahresreifen
– Auffahrkeile

Meine Erfahrungen mit roadsurfer

First things first, die Reservierung. Einen Camper kannst Du ganz einfach ĂŒber die Homepage buchen, dazu gibst Du einfach deine Reisedaten und den Abholort ein, alle verfĂŒgbaren Camper werden angezeigt.  Im zweiten Schritt kannst Du Zusatzleistungen wie Selbstbeteiligungsreduzierung, FahrradtrĂ€ger, Kindersitz oder aber eine mobile Campingtoilette (haben wir gebucht, aber nie benutzt) dazu buchen. Dann gehts zu den persönlichen Daten und der Bezahlung. Bei Fragen oder Problemen steht dir der Telefonservice zur VerfĂŒgung.

Als nun endlich der Tag der Abholung gekommen war, war ich total aufgeregt und ziemlich geschockt, als ich ankam und mir mitgeteilt wurde dass keine Reservierung vorliege. Mein Herz ist so unendlich tief in die Hose gerutscht! Wie sich nach einem Telefonat rausstellte, handelte es sich um einen Übertragungsfehler. Innerhalb weniger Minuten war also alles geklĂ€rt und wir konnten aufbrechen. Der Bulli wurde gereinigt mit den gebuchten Features ĂŒbergeben. WĂ€hrend des Trips verlief alles reibungslos und wir mussten den Kundenservice nicht in Anspruch nehmen. Am Tag der RĂŒckgabe habe ich ĂŒberlegt ob es dem Team von roadsurfer auffallen wĂŒrde, wenn ich die Nummernschilder von meinem Auto und dem Bulli tausche. Es hat wirklich so viel Spaß gemacht und wir sind mehr als zufrieden, dass wir bereits unseren nĂ€chsten Trip planen.

Kostenaufstellung

Camper: ca. 1000.-€ (ist AbhĂ€ngig von der Saison und Dauer)
Sprit: ca. 280.-€
CampingplĂ€tze: ca. 75.-€
Maut: ca. 150.-€
Verpflegung: ca. 150.-€ (wir haben vorher VorrĂ€te zum Kochen eingekauft und meistens gekocht)

Vorschau(öffnet in neuem Tab)

Du magst vielleicht auch

2 Kommentare

  1. Eine coole Idee nen Minivan zu buchen. Ich habe auch gleich nachgeschaut, aber auf der Seite finde ich natĂŒrlich keine Angabe zur BettgrĂ¶ĂŸe. Mein Freund ist fast 2m groß, wir brĂ€uchten also mindestens 2,10-2,20m LiegeflĂ€che. Weißt du, ob es groß genug wĂ€re?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.